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Der sympathischster Versprecher

2. Mai 2012

Eine sympathische, humorvolle Frau, mit frechem Zopf, was ihr sehr gut stand, will mich ihren Begleitern vorstellen und sagt: und das ist unsere Leisereiterin!

Also meine Tätigkeit ist:  leise reiten, oder Reise leiten…

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Mein gelbes Schild

2. Mai 2012

Als lizensierte Gästeführerin bekommt man, es ist wirklich eine Auszeichnung und man fühlt sich auch so, ein gelbes Schild mit Vor- und Nachnahmen und sogar dem Dresdner Wappen.

Darunter der Hinweis, dass ich zum Berufsverband der Dresnder Gästeführer gehöre und der Spruch: mit uns durch Geschichte und Gegenwart Dresdens. Kurz nach meiner IHK-Prüfung 2006 und dem Eintritt in den Verband bekam ich endlich dieses Schild. Ich trug es mit Stolz auf der Brust! Es baumelte also an meiner Brusttasche als ich mit einer Gruppe unterwegs war, erst zu Hause merkte ich, dass es weg war. So ein Mist, wo suchen, wie finden? Ich wollte schon ein Neues beantragen, da kam ein Anruf. Ein nettes Dresdner Ehepaar fand es auf der Prager Str., googelte meinen Namen und so kam der Kontakt zustande. Oh, war ich froh.

Ich raste gleich mit dem Fahrrad los und bekam es zurück. Und dann passierte es wieder, diesmal war ich in der Sächsichen Schweiz unterwegs, ich war wirklich sauer auf mich und verzweifelt. Endstation der Tour war die Bastei, hier traf ich eine nette Kollegin, die mir Zeichen gab, sie müsse mich sprechen. Ich liess die Gruppe am Panoramablick zurück und nu? Meine Kollegin fand das Schild auf der Festung Königstein, wo ich zuvor war. So ein Glück! Jetzt passe ich noch mehr auf, in dem ich oft vergesse es mitzunehmen. So kann es nicht verloren gehen. Nein, nein, ich habe jetzt ein Bändchen und kann es mir um den Hals hängen.

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Borowski

2. Mai 2012

Nach vielen Jahren des Exotendaseins mit meinem Nachnamen, wird dieser immer gängiger.

Auf der Prager Str. in Dresden gibt es seit ein paar Jahren schon ein Cafe, dass so heisst. Als es eröffnet wurde habe ich dort meinen Personalausweis gezeigt und gescherzt, dass ich wohl Anteile an dem Umsatz hätte. Man sagte mir, ich sei bestimmt schon die achte Person, die sich hier mit dem Nachnamen vorstellt, ich musste meinen Kaffee selbst bezahlen.  Das Cafe heisst so nach dem russischem Glaskünstler, der die schönen Leuchter und Vasen, die sich hier befinden, gefertigt hat.

Es gibt sogar einen Fernsehkommissar Borowski, den ich natürlich sympathisch finde und gern gucke. Mein Sonntagskrimi muss einfach sein, auch wenn ich sonst wenig in die Kiste gucke. Bei einer Schülerführung merkte ich, wie paar Jungs auf mein Namensschild starrten, zu einander flüsterten und hitzig debattierten. Schliesslich wurde wohl Einem von ihnen aufgetragen mich zu befragen. Der Junge ca. 9 Jahre alt, schaut zu mir hoch mit roten Bäckchen und fragt cool: duuu,  sind sie die Schwester von Tim Borowski?

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Der Dackel

2. Mai 2012

Nach ausgiebieger Besichtigung gönnt man sich eine schöne Pause. Ich bin mit dem älteren Ehepaar mit dem Flohmarkt-Erlebnis aus der Neustadt am Ende der Führung angelangt. Ich weiss nicht mehr, wie wir auf den Hund kamen, sie erzählen mir von ihrem seeligem Dackel.

Der war so schlau, er ging sogar allein Gassi. Gartentür auf, Hund raus, nach 20 Minuten war er wieder da. Doch manchmal kam er nicht zurück, meistens dann, wenn ihn die Liebesgefühle überdackelten. Sobald eine Hündin im Umkreis von ca. 5 km läufig war, war er für längere Zeit verschwunden, dann kam er sehr mitgenommen aber glücklich nach Hause und verschlief fast den ganzen Tag.

Eines Tages verführte er die Schäferhunddame des BGS, (meine Begleiter lebten im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Schweiz) beide, der Dackel und die Schäferhündin brannten durch.

Die Affäre war nach gewisser Zeit beinahe vergessen, als eines Tages beim Spaziergang durch einen Nachbarort ein merkwüridiger, junger Hund gesichtet wurde. Ein struppiger, langer, schmaler Körper und aufällig langen Pfoten.

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Flohmarkt in der Neustadt

2. Mai 2012

Ich begleite ein älteres, sehr nettes und interessiertes Ehepaar durch die Neustadt. Auf dem Weg zur Pfund´s Molkerei überqueren wir den Martin-Luther-Platz. Hier, vor der mächtigen Kirche steht eine Granitkugel, die, wenn das Wasser läuft, sich wie von Zauberhand bewegt – das Wasser ist abgestellt. Auf dem Brunnenrand sitzen zwei Kinder, wohl Geschwister, ein grössere Junge ca. 8 Jahre alt und sein kleineres Schwesterchen. Sie bauten ihre bunten Schätze vor sich auf, die in der kalten Frühlingsonne leuchten. Kleines, grünes Auto, eine kaputte, bunte Halskette, die anderen Dinge habe ich vergessen,  auch eine grosse, leere und offene Blechdose, die wohl als Kasse dienen soll. Wir fragen höflich was sie denn hier machen und ob man hier was kaufen könne. Jaaaa. Der Herr fragt was das grüne Auto kosten soll und bekommt prompt die Antwort: 20,- Euro, sagt der Junge. Das ist aber sehr teuer! Nein, sagt die Kleine, 20 Cent! Wir kramen gemeinsam in unseren Geldbörsen und holen viele 10 und 20 Cent Stücke und legen es in die grosse Kasse. Die Freude ist gross, die Augen leuchten. Ich frage was sie denn mit dem verdienten Geld nun machen werden, das Mädchen guckt zu Seite und sagt, na sparen, auf die hohe Kante legen!

Wir verabschieden uns, während der ältere Herr lächelt und sagt, das ist mein schönstes Dresden-Andenken und das grüne Auto wird vorsichtig in sein Rucksack gelegt.

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Der entspannte Busfahrer

22. April 2012

Bei der Stadtrundfahrt gab es einen obligatorischen Halt an den Elbschlössern.

Ich stand auf, drehte mich zu den Gästen um und erzählte die spanndende Geschichte über die Schlösser und ihrer Bewohner. Der Busfahrer, ein lieber, sehr dicker, gemütlicher Bär, machte es sich mit der Bildzeitung am Lenkrad gemütlich. Nach einer kurzen Weile hörte ich ein merkwürdiges Geräusch neben mir. Es begann leise und wurde immer lauter und stärker.

Die Gäste hörten es auch, wir lachten alle sehr herzlich, was den Busfahrer bei seinem Schläfchen überhaupt nicht störte, er schnarchte weiter bis ich ihm das Zeichen zur Weiterfahrt gab.

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Wiener Schmäh

22. April 2012

Eine nette Gruppe aus Wien. Mit viel Humor wurde dem schlechten Dezemberwetter getrotzt, die Gäste blieben interessiert und aufmerksam. Wir witzelten über die Habsburger und Wettiner, die Gäste selbst trugen mit netten Anekdoten zur guten Stimmung bei.

Am Cholerabrunnen erzählte ich über die Sophienkirche und was mit der Ruine geschah.

Eine kleine, auf den ersten Blick unscheinbare Dame schaute mich beim Erzählen sehr aufmerksam an, ihre Augen waren schön, klar und temperamentvoll. Wir wollten weiter gehen, sie blieb immer noch stehen und sagte: wissen´s was, der Ulbrich war ein, jetzt kam das Wort mit grossem A und einem Loch hinten dran.

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Tante Lotti wurde 90!

22. April 2012

Tante Lotti wünschte sich keine Geschenke, sie hat ja Alles und braucht Nichts – in meinem Alter! Ihe Verwandten beschlossen ihr einen schönen Geburtstag auszurichten und fragten bei mir  nach einem schönen Tagesprogramm an.

Es begann mit einer Dampferfahrt, leider spielte das Wetter nicht mit, es regnete und wir sassen unter Deck. Die schöne Aussicht entlang der Elbe wurde dennoch genossen.

Ich überreichte Tante Lotti mein kleines Geschenk, eine Meißner Porzellan Gedenkmedaillie.

Während sie sich empörte, sie wolle doch kein Geschenk, packten ihre krummen Finger bereits das Päckchen aus. Sie nickte zufrieden und steckte es gleich  in ihr Omi-Täschchen ein. Wir stiegen aus. Tante  Lotti wollte absolut nicht gestützt werden, sie packte fest den Griff ihres Gehstocks, wacklig aber trotzig kam sie ans Land. Hier wartete bereits das bestellte Taxi um sie über das Blaue Wunder zu fahren, das schien ihr recht zu sein, es regnete noch. Der Rest der Gesellschaft spazierte über die historische Brücke zur Standseilbahn. Es ging hinauf in den Luisenhof, wo eine festliche Tafel auf uns wartete. Tante Lotti sass völlig locker mir gegenüber und kramte in ihrem Omi-Täschchen. Sie holte ihr Handy raus, guckte drauf und sagte, ach ja, der Horst, hat mir auch eine SMS geschrieben. Ich war völlig baff, wahrscheinlich sass ich da mit offenem Mund. Die 90ig jährige besitzt ein Handy und kann damit gut umgehen. Was mir die Verwandten gleich bestätigten.

Nach dem festlichen Mahl, war wirklich sehr schön gedeckt, liebevoll serviert und es schmeckte gut.  Ich fand es sehr nett, dass ich mitessen durfte, gönnte mir aber nur eine Kleinigkeit. Nach dem Essen wurden wir zur Stadtrundfahrt abgeholt, es ging in die Altstadt, wo das nächste Highlight, was unser Geheimnis war, auf Tante Lotti wartete.

Im Zwinger wartete leibhaftig August der Starke. Er kam auf uns zu und gratulierte standesgemäss, königlich der Dame. Auf die witzigen Grüsse, gab sie ganz freche Antworten und blieb einfach gelassen. Sie hackte sich beim August dem Starken, der ihr den Arm anbot ganz lässig unter und lief recht flott neben ihm. Wir waren alle erstaunt, die Familie lächelte, dass das Gehen jetzt keine grossen Probleme machte. Allein das war ein Volltreffer.

Ich war ganz erleichtert, dass alle meine Ideen geklappt haben, trotz des Regens war es wirklich ein gelungenes Programm und ich werde Tante Lotti niemals vergessen. Sie drohte zum Schluss August dem Starken an, dass er ihr zum 100sten wohl auch gratulieren werde.

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Polnische Pechvögel

29. April 2009

Eine etwas längere Geschichte in Kurzform geschrieben.

Wir, meine polnische Kollegin und ich warten auf zwei polnische Busse mit ca. 100 Gästen, die um 10.00 Uhr in Dresden  ankommen sollten. Der erste Anruf erreicht uns um 9.45 Uhr, sie hätten sich verfahren, sind noch auf der tschechischen Seite. Nächster Anruf, klärt mich auf, dass der Reiseleiter eine Abkürzung aus den polnischen Sudeten über Tschechien unternehmen wollte, sich trotz GPS! total verfahren hat, und sie irgendwo bei Zittau herumkurven. Meine Hinweise bringen sie auf die Autobahn, Richtung Bautzen, also kann es noch ca. eine Stunde dauern. Wir trinken Kaffee, Tee, schlemmen beim Bäcker, gehen einkaufen und warten, warten, warten. Mein Handy ist schon leergelutscht, da selbst, wenn ich angerufen werde es etwas kostet. Endlich gegen 12.30 Uhr sehen wir zwei polnische Busse auf dem Theaterplatz rumkurven.

Die Gäste sind erleichtert als sie endlich aussteigen können, für ca.300 km hatten sie etwa 7 Std. im Bus verbracht. Das ist ein Rekord! Das große Besichtigungsprogramm kann ja nicht mehr absolviert werden, es warten ca. 100 Haxen im reservierten Restaurant. Ich rufe an, dass es später wird, aber wir wollen wenigstens einen Stadtrundgang unternehmen. So beginnen wir gleich hier auf dem Theaterplatz, das Wetter ist schön, die Laune besser. Wir weisen die Busfahrer an, von hier aus (Theaterplatz),  auf den Busparkplatz unter der Carolabrücke, am Terrassenufer hinzufahren, wo wir anschließend die Gruppen hinbringen und ins Restaurant fahren können.

Weitere Rekorde folgen: vom Theaterplatz muss man rechts abbiegen, unter der Augustusbrücke fahren, links Dampferanlegestelle, gleich die nächste Betonbrücke, ist die Carolabrücke, darunter der Busparkplatz, so habe ich es dem Busfahrer erklärt. Er hat sich verfahren!!! Gelandet ist er auf der gegenüberliegenden Seite, an der Staatskanzlei, warum er über die Brücke fuhr weiß ich nicht. Die Stadt war an diesem Tag voller Polizei, Punkertreff, oder so, er wurde von einem freundlichen Polizisten dahin gelotst, wo er hin sollte. Aber, wir haben nur einen Bus, der stand nun am verabredeten Ort, aber wo ist denn der andere geblieben?  Nach zahlreichen Anrufversuchen las er uns am Telefon vor, dass er sich am Bischofsplatz befindet. Er hätte plötzlich, den vor ihm fahrenden Kollegen verloren. Da er kein Roaming-Handy hat, konnte er sich nicht mehr mit ihm verständigen …

Der Bischofsweg ist schon ein Stück weit weg, ich erkläre am Telefon was er nun in sein GPS eingeben soll, wir wurden unterbrochen. Weitere Gespräche klären mich auf, dass er inzwischen einen PKW gerammt hat und nun auf die Polizei warten muss …

Ich will wenigstens den einen Teil der Gruppe ins Restaurant bringen, sie hatten seit heute früh nichts gegessen. Wir können nicht abfahren, ein Gast fehlt. Per Handy, was wären wir heute ohne, gelingt es ihn zu erreichen und zu lokalisieren. Meine Kollegin rennt solange hin und holt ihn ab.

Nein, wir können immer noch nicht losfahren, ich bemerke, dass ich mein Handy verloren hatte … Wir rufen meine Nummer an, Wahnsinn, es geht jemand ran, der ehrliche Finder gab es an dem Ticketstand vor der Semperoper ab. Meine Kollegin bringt den verlorenen Gast und mein Handy, das sie anschließend in meinen Briefkasten wirft, mit.

Ich bringe also die Hälfte der Gruppe ins Restaurant, fahre mit demselben, leeren Bus zurück und hole die anderen ca. 50 auf dem Parkplatz wartenden und zähneknirschenden Gäste ab, und bringe sie ins Restaurant.

Wir checken telefonisch die Lage, Busfahrer auf der Polizeiwache. Ich Taxi, Reiseleiter geschnappt und zu Wache. Busfahrer (es sind zwei, wegen der Fahrzeiten….) sitzen bereits im Polizeiwagen, vor der Wache, den wir nun mit der Taxe eskortieren um zum Unfallort hinzukommen. Inzwischen sei ja fast alles geklärt, die Polizisten wundern sich, warum die Busfahrer nicht gleich den Hörer mir gereicht hätten. Am Ort des Geschehens, Lössnitzstraße, steht der Bus mit einem klitzekleinen Kratzer an der Stoßstange. Der Autofahrer bekam einen Schreck, Panik, polnischer Bus! Rief gleich die Polizei. Die strafte den Busfahrer mit dem geringsten Busgeld von 35,– EUR, der Fall wäre erledigt, aber es wurde nichts verstanden. Benötigt wurde nur noch die grüne Versicherungskarte, nix verstehen, deshalb die Wache. Die grüne Karte ist nicht auffindbar, alle anderen Papiere sind OK. Ich rede mit Engelszungen auf die freundlichen Polizisten ein, schildere, dass 50 Gäste nun bestimmt auf dem Restaurantparkplatz auf ihren Bus warten, wir dürfen fahren.

Inzwischen stehen alle 100 Gäste auf dem Restaurantparkplatz. Sie sind alle satt! Vor dem einen Bus stehen zwei Kellnerinnen und rühren sich nicht vom Fleck, das sieht schon ulkig aus. Bei dem ganzen Durcheinander hatte das Restaurant ebenfalls Panik bekommen, dass die Gruppe für ihr Essen nicht bezahlen wird. Ich hatte den Reiseleiter entführt, der hatte das Portmonee. Albern fand ich es trotzdem.

Zu Hause angekommen wartet mein Handy im Briefkasten, ich befreie es und schleppe mich mit letzter Energie für Heute in meine Wohnung im zweiten Stock.

Jetzt eine Dusche.

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DB – fahrt Zug und spart Geld!

29. April 2009

Keine Gästeführerin-Story, aber lesenswert.

Zwei Geschäftsfrauen unterwegs mit der S-Bahn nach Görlitz. Abfahrt 10.12 Uhr, ich trödle mal wieder morgens herum, also rase ich mit dem Fahrrad zum Bahnhof, ich muss noch vorher das Ticket kaufen. Per Internet ging das nicht, den Automaten hasse ich, bloß gut – keine Schlange am Schalter, ich äußere meinen Wunsch.

Der junge Mann am DB-Schalter ist freundlich und knöpft mir 35,– EUR für hin und zurück, ab. Ich stutze und frage nach, ob der Preis wirklich so stimmt, mir kommt es vor, dass ich schon mal preiswerter nach Görlitz gereist bin. Mein Einwand verringert den verlangten Betrag aber nicht.

Drei nach Zehn, meine Gefährtin nicht da, ich rufe an, sie geht nicht ran. Ich bemerke drei unterschiedliche Uhrzeiten, die meiner Armbanduhr, des Handys und der Bahnhofsuhr. Mist, jetzt geht sie ran und kommt auch eingeschwebt, die Zeit wird knapp. Meine Gefährtin sieht es locker, sie könne ja das Ticket im Zug kaufen! 10.07 Uhr oder so …

Das war leider ein Irrtum, man kann im Zug beim Schaffner keine Tickets mehr kaufen, wir werden aufgefordert den Zug zu verlassen, Tickets am nächsten Automaten zu kaufen und eine Stunde später weiterzufahren. Das kann ich nicht glauben. Jetzt gehe ich zu der Schaffnerin hin, sie ist sehr freundlich, bedauernd bestätigt sie, dass das so sei, keine Fahrscheine mehr im Zug. Es gibt noch die Möglichkeit, Fahrpreis plus 40,– EUR zu bezahlen. Wir sollen aber einen Moment warten. Kurzer Zeit später kommt sie zu uns und verkauft meiner Begleiterin den Fahrschein, dieser kostet nun 19,90 EUR, das sei das Sachsenticket …

Ich fletsche die Zähne, verdrehe die Augen und kann nichts mehr verstehen.

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