Flohmarkt in der Neustadt

Ich begleite ein älteres, sehr nettes und interessiertes Ehepaar durch die Neustadt. Auf dem Weg zur Pfund´s Molkerei überqueren wir den Martin-Luther-Platz. Hier, vor der mächtigen Kirche steht eine Granitkugel, die, wenn das Wasser läuft, sich wie von Zauberhand bewegt – das Wasser ist abgestellt. Auf dem Brunnenrand sitzen zwei Kinder, wohl Geschwister, ein grössere Junge ca. 8 Jahre alt und sein kleineres Schwesterchen. Sie bauten ihre bunten Schätze vor sich auf, die in der kalten Frühlingsonne leuchten. Kleines, grünes Auto, eine kaputte, bunte Halskette, die anderen Dinge habe ich vergessen,  auch eine grosse, leere und offene Blechdose, die wohl als Kasse dienen soll. Wir fragen höflich was sie denn hier machen und ob man hier was kaufen könne. Jaaaa. Der Herr fragt was das grüne Auto kosten soll und bekommt prompt die Antwort: 20,- Euro, sagt der Junge. Das ist aber sehr teuer! Nein, sagt die Kleine, 20 Cent! Wir kramen gemeinsam in unseren Geldbörsen und holen viele 10 und 20 Cent Stücke und legen es in die grosse Kasse. Die Freude ist gross, die Augen leuchten. Ich frage was sie denn mit dem verdienten Geld nun machen werden, das Mädchen guckt zu Seite und sagt, na sparen, auf die hohe Kante legen!

Wir verabschieden uns, während der ältere Herr lächelt und sagt, das ist mein schönstes Dresden-Andenken und das grüne Auto wird vorsichtig in sein Rucksack gelegt.

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