Testa Rossa

Ich warte auf meine Gäste vor dem Swissotel.
Plötzlich höre ich einen dumpfes, tiefes Brummgeräusch, gleichzeitig rennen paar Herren aufgeregt herum und fotografieren mit Allem was sie so dabei haben. Handys, Kameras und Laptops. Da kommt ein roter Ferrari eingefahren.
Meine Gäste sind noch nicht da, ich guck zu und überlege was so in den Herren vor sich geht beim Anblick dieses Wagens. Und wer steigt aus? Ein sehr dicker und hässlicher, glatzköpfiger, älterer Mann mit einer schlichten, älteren Frau. Na ja, wenigsten keine falsche, junge Blondine. Ich staune, wie der wohl überhaupt in das Auto eingestiegen ist. Er ist nicht nur dick, auch sehr gross.
Dann kommen, der Gepäckträger und ein junger, aufgeregter Mann aus dem Hotel. Der hat wohl die Aufgabe dieses Auto in die hoteleigene Tiefgarage zu fahren.
Er übernimmt mit zittrigen Fingern den Schlüssel und wird plötzlich im Gesicht so rot, wie der Ferrari. Daher kommt also die Bezeichnung für einen Ferrari -Testa Rossa – Roter Kopf!
Er steigt ein, es dauert eine Weile bis er soweit ist, er startet den Motor. Wieder dieser Sound, geil! Der Wagen bricht sofort los, wie ein wildes Pferd, der Kerl bremst gleich ab, was man an der Lichtorgel sieht, sonst donnert er gegen die Schlosswand. Röhrend verschwindet er um die Ecke.
Meine Gäste sind auch gerade, recht leise angekommen.

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